Technische Infrastruktur
Die technische Infrastruktur liefert die Basis für die Implementierung einer Service-orientierten Architektur. Hier ist in erster Linie zwischen einer Runtime- und einer Design-Time-Infrastruktur zu unterscheiden. Es gibt unter den Produktherstellern verschiedene Philosophien für diese Infrastrukturen, jedoch liefert die eingesetzte Technologie nur einen geringen Beitrag zum Erfolg oder Misserfolg einer SOA Initiative.
Nichtsdestotrotz ist die Auswahl und Einführung von Infrastruktur eine der vielfältigen Aufgaben, die bei der Einführung einer SOA anfällt. Dabei muss am Ende nicht immer der Kauf neuer Lizenzen stehen. Häufig sind in den Unternehmen schon Middleware, Repositories und Registries vorhanden, die für den Einsatz in der SOA fit gemacht werden können.
Ein wichtiges Beispiel ist der so genannte Enterprise Service Bus (ESB). Der ESB ermöglicht es einem Service Consumer, einen Service Provider aufzurufen. Genau das ist die Aufgabe klassischer Middleware. Technologien wie Message Queues, Web Services oder CORBA haben diese Aufgabe in den letzten zwei Dekaden zunehmend besser gelöst. Häufig ist es daher sinnvoll, eine SOA auf eine bereits im Unternehmen etablierte Middleware aufzusetzen. Dadurch spart man Kosten und Management-Bandbreite, die man z.B. für Themen wie Funding oder Governance in den ersten Monaten einer SOA besser investiert.
